Montag, Mai 21, 2012

Schottergrube HOLLYWOOD Part 3 !

Die ersten Sessions in good old Sweetspring liegen hinter uns und die ersten Saugdeppen wurden verhaftet, was jedoch nichts an der Tatsache ändert, dass die alte Schottergrube kontinuierlich bösartiger und launischer wird. Aber wir lassen uns nicht brechen und werden weiterhin Jagd auf das Riesenschwein machen. Irgendwann wird es wieder scheppern, die Mühlen glühen und der Angelstöck in demütiger Krümmung ächzen... irgendwann...Und damit das ganze vermaledeite Kind des Irrsinns auch einen würdigen visuellen Rahmen bekommt, hier nun der dritte Teil meiner Telenovela namens "Back to reality". Möge die dunkle Macht auch weiterhin mit mir sein. Viel Spaß mit: tight lines
Sludge

Donnerstag, Mai 10, 2012

IFF & still hungry !

Resümee International Fishing Festival Wels: Absolut geile abwechslungsreiche Messe, wo ich wieder mal einen Haufen Bekannte getroffen und neue super Leute kennengelernt habe, die zur Abwechslung mit dem Karpfenfischen sonst nicht viel am Hut haben. Ich durfte zum Beispiel einen tieferen Einblick in die Fliegenfischerei bekommen, was mich nun zu dem Schluss bringt, dass ich vermutlich nicht anders kann, als mir das wirklich jetzt einmal zu Gemüte zu führen. Vermutlich ist hat da der Herr Lange einen nicht gerade kleinen Teil dazu beigetragen. Tjo, Meister Mario - selbst schuld, hehe. Jetzt hast du mich auf der Pelle ;) Meine Diashow "Still hungry" und meine einführenden und abschließenden Erläuterungen im Zuge eines Interviews wurden vom Puplikum dankbar angenommen und ich hoffe, dem einen oder anderen mit "unüblichem" Licht die Rüsslerangelei kurz beleuchtet zu haben. Mehr oder weniger halt ;)Mein herzlicher Dank geht in erster Linie an die Thalinger Lange Crew, die mich rührend umsorgte und die lustige und überaus interessante Veranstaltung zu einem Fixpunkt in meinem Kalender werden lässt. Mädels & Burschen: Ihr seid einfach super! Mehr ist dem eigentlich nicht hinzuzufügen und verabschiede mich mit einem fetten tight lines und wünsche viel Spaß mit meiner Saison-Diashow Chapter 11 "Still hungry": greets
Sludge

Dienstag, Mai 08, 2012

Der Tag, an dem die Zeit still stand...

Das sind die Tage. Diese Tage, wo du in der Früh aufwachst, aus dem Fenster siehst und irgendwie weißt, dass irgendwas im Busch ist. Man kann es nicht erklären, denn eigentlich war für den heutigen Tag mental gar keine Fischerei eingeplant. Der volle Terminkalender sprach auch eine deutliche Sprache dagegen. Was hätte ich nicht alles zu erledigen, doch dunkle, unsichtbare Mächte zwingen mich den allzeit bereiten Quiver zu schultern und mich auf den Weg in den vielzitierten Busch zu machen. Die Macht ist stark. Ich kann nicht anders. BeaverBunch - what else...Die letzten Serienblanks führe ich ganz einfach darauf zurück, dass ich ja die so genannte "Sau oder Nichts-Taktik" fahre, da ich mittlerweile doch schon vom Brachsen -u. Satzlerfang mehr als befriedigt bin. Also kommt eine beinharte, etwas abgeschälte 30er Drachenblutmurmel ans Haar und wird an den vermeitlich bissträchtigen Stellen versenkt und bis zum Heimgehen oder Moven nicht mehr angerührt. Dazu ein paar ebensolche Murmeln einzeln oder mit der Schleuder hinzugefüttert und aus. An solch einem Gewässer ist der geistige Kampf mehr als beinhart, wenn man 2m neben seiner Falle quadratmetergroße Blasenteppiche erspäht und die Mühle aber partout nicht ablaufen will. Hätte ich mit einer 20er gefangen? Oder hätte der klassische Schneemann doch mehr Aufmerksamkeit erregt? Sind die 30mm doch zu präpotent? Nein. Keine Schmerzen. Will ich das Schwein, muss ich bluten. Zeitmässig. Das ist meine selbstgezimmerte Logik. Ein 5kg Fisch macht mir zwar auch Freude, aber jetzt will ich die Sau. Ich hab sie verdient. Wenn nicht ich, wer dann? Red´ ich mir zumindest ein. Aber dieser Gedanke ist kontraproduktiv. Wenn man sichs dermaßen herbeizuzwingen versucht, passiert es nicht. Verdammt. Ich kann meinen Geist nicht ins Nichts stellen. Ich bin eine Hure meiner Selbst. So ist es. Aber ich hab´s doch in der Früh gespürt. Vielleicht werde ich einfach alt. Meine Kräfte lassen nach. Nein, das darf nicht sein. Ich bin noch nicht so weit ...Da versucht man sich dann etwa mit Enten-Dressur die Stunden zu vertreiben und sich einzureden, dass man auch so glücklich vom Wasser heimfahren kann. So ganz ohne Fisch. Man war draussen an der guten Luft, konnte am wilden, animalischen Leber der Natur teilhaben und sich über das Leben freuen. Es muss dir einfach egal sein, ob die Leine von der Rolle gezogen wird oder nicht. Dir muss es völlig Schnuppe sein, ob dein Bissanzeiger die akustische Kunde vom Monsterablauf trällert oder auch nicht. Einfach sitzen, warten und genießen. Neeeeeeeeeein. Ich kann es nicht. Was ist nur los mit mir? Ich brauche den Riesen-Saugdeppen wie einen Bissen Brot. Warum? Ich weiß es nicht. Vermutlich nur um mir wieder mal selbst zu beweisen, dass manche Phantomfische nicht nur die Hingespinste alter Männer sind? Sie sind da draussen. Ich weiß es. Irgendwie weiß ich es. Doch mittelerweile klebe ich schon wieder 6 Stunden am Sattel, wart auf die nicht eintretende Action und erste trübe Gedanken machen sich wie klebrige Spinnweben in meinem Denkapparat breit. Fahr ich wieder blank heim? Ja, sieht ganz so aus. Ich bin ja Realist. Hätte ich doch neu werfen und die Primitiv-Montage kontrollieren sollen? Bin ich in meiner Fischerei möglicherweise zu grobmotorisch geworden? Zu pragmatisch? Zu stur? Zweifel nennt man diese finsteren Mentalgesellen. Doch ich bin ein Hirn-Veteran und hab schon so manche Geistesschlacht ausgefochten. Nein, ich beharre weiter auf meinem System. Ich glaube daran. Das ist mehr wert als jeder erdenkliche Lösungsansatz. Probieren ... zzz ... ich scheiss aufs Probieren. Das ändert nichts. Es kann nur so funktionieren. Alles oder nichts. Und da passiert es. Wie aus dem Nichts. Es ist halbzwei am Nachmittag. Erste Töne dringen sirenengesangsgleich mit Fanfaren an meinen Gehörgang und ich sehe den orangen Hanger ganz langsam Richtung Blank kriechen. Die Bremse schafft es dreimal kurz zu tackern, als ich am Stock bin. Langsam nehme ich den Knüppel von den Sticks, der bei Kontakterhöhung sofort in die Knie geht. JOOOOOOOOOOO! Das ist ein Guter. Tack, tack , tack. tack ... schleichend aber bestimmend muss die Ultegra unwillig Leine lassen und ich befinde mich ansatzlos mitten im Kampf mit einem bösartigen Gegner. Die Zeit steht still. Dein Geist ist frei. Nur du, der gekrümmte Stock in deinen Händen und der offensichtlich bessere Saugdepp am anderen Ende des Bandes. Rundherum kann die Welt untergehen. 20 Minuten vergehen als ich zum ersten Mal den dunklen Schatten erkennen kann, der da vor mir im dichten Unterwassergrün nicht wahrhaben will, dass er da wohl einen Fehler gemacht hatte. Ja, bist du deppat! Monsteralarm. Ohne wirklich nachzudenken, drehe ich instinktiv die Bremse etwas auf, um jetzt ja keinen Schlitzer zu provozieren. Ich ertränke mich ansatzlos dort im Sumpf, wenn ich das Schwein jetzt verliere. Aber nein. Mein 08/15 NoKnot klebt im Maul des Schweines, wie es besser nicht sein kann und ich kann tatsächlich wenige Minuten später ein dunkles Schuppenmonster in die Keschermaschen zwingen, welches mit seinen Ausmassen alle meine Hoffnungen und Eventualitäten pulverisiert hatte. Nein, damit hatte ich jetzt nicht unbedingt gerechnet. Ja, bist du denn gelähmt. Muahahahahahaha - am liebsten hätte ich die alte, fette Frau mit ihrem kleinen Rattenhund, die soeben den Wanderweg passiert, wild umarmt und jauchzend jubeliert, was ich in Anbetracht des gewaltigen Schuppentieres in meiner Matte dann doch nicht getan habe. Persönlich absoluter Rekordfisch an dieser Lacke. Bloss so. Es war einfach zu unwirklich. Zu fantastisch. Zu glorreich ...Tja, dem war eigentlich nichts hinzuzufügen und ich brauche nicht extra erläutern, dass ich danach erstmal das soeben Erlebte noch eine halbe Stunde am Wasser auf mich wirken lassen musste bevor ich überhaupt zu einer weiteren Aktion meinerseits fähig war, das Display der Kamera mit meinem Speichel wohl schwerstens zugegeifert habe, um danach die Heimreise anzutreten. Da brauchst du nicht mehr weiterfischen. Mein System ist aufgegangen. Ich hab´s gewusst. Zeit und Glaube sind das magische Duo des ganzen Zaubers. Hehe. Und ich werde mein Spiel weiterspielen. Vielleicht gibts ja noch einen Ärgeren. Wer weiß, was die dunklen Buschwasser noch so verbergen. Jawohl. Die Phantomjagd kann weitergehen. Irgendwann wird es wieder passen und ich den Glanz des Zeitstillstandes auszunutzen vermag. Ich weiß es. Ich spüre es ...
tight lines
Sludge

Montag, Mai 07, 2012

DEMONIOS HD ! the whole shit ...

Freitag, April 20, 2012

Bombentrichter Rock´n´Roll !

Ich spiele mein Spiel. Das lustige "Ich packe meine Sachen-Spiel". Ich reise mit dem Wind im Gepäck und der Willenlosigkeit des selbstgezimmerten Glaubens an der Hand in den Untergang. Komme ans Wasser, schau wohin die Brise bläst und klebe mich dementsprechend an die vermeintlich "fängige" Stelle. Sitze rund 3-4 Stunden aus und wandere zum nächsten Sattel, weil ich wieder mal angeschissen bin. Ich krame in Jacke, Hose, Tasche, sondiere die Umgebung. Wo zur Hölle ist sie nur, meine Watercraft? War ich jemals im Besitz derselbigen? Nein, vermutlich nicht. Warum kann ich nicht auch zu den "Brunzern" gehören, die sich einfach wo hinsetzen, böse abheben und folgedessen logischerweise leicht das Maul aufreissen können? Möglicherweise unberechtigt, aber da scheisst wohl ein Hund drauf. Ich würds ja auch nicht anders machen. Wahrscheinlich noch ärger wie die Meisten, hehe. Aber nein, dem ist dann leider und bedauerlicherweise nicht so... Also muss ich eben mein Programm fahren. Irgendwann schebberts schon wieder. Früher oder später. Das ist das Gesetz der Zeit. Ich darf nur nicht ungeduldig werden. Nicht am System zweifeln. Weitermachen. Keine Schmerzen. Nach einem bisslosen Vormittag bin ich wieder mal zu meinem Loch gewandert. Dort wo bei besseren Wetter, nackte, walrossähnliche Humanoide ihre Leiber in die Fluten versenken und Kugelhunde auf der Tagesordnung stehen. Flink sind die scharfen Fallen an ihren vorgesehenen Plätzen und ich harre der Dinge, die da kommen mochten. Eine Montage im Zentrum der Vertiefung, die andere oben am Rand des rund 25m² großen, kegelförmigen Kraters. Und wirklich. Es vergehen original keine 20 Minuten, als sich der Legendenhänger an den Blank saugt und die ablaufende Leine vom Anbiss kündet. Gong! Jawohl. Ohne nennenswerte Probleme kann ich seit langem wieder ein Rüsseltier abschöpfen. Klein, aber fein. Und wenigstens kein Brachsen. Ich muss es mir schönreden...So einfach kanns gehen. Und jetzt ein Fetter. Ja, das wärs. Verdient hätte ich ihn schon lange. Lässig schlenze ich den 20/10er Snowman wieder ins die seichte Ebene. Hmm. Ich hätte eher auf die Rute im Loch gesetzt. Tja. Mir solls recht sein. Und während ich so auf den Monsterbiss warte, raschelt es hinter mir im Gebüsch und ein gar lustiger Greis bricht durchs Dickicht. Der alte Gärtner. Na jetzt bin ich gespannt. Nach einer kurzen Begrüßung und der Erläuterung seinerseits, dass ja heute Mittwoch Ruhetag in der Gärtnerei ist, wird mir klar, dass der jetzt verdammt viel Zeit hat. Das kann böse werden. Aber abgefahrenerweise werde ich nicht mit etwaigen "Annodazumal-Müll" vollgequatscht sondern erfahre durchaus interessante Dinge, welche das Gespräch zu einem wertvollen Dialog mutieren lassen. Feine Sache. So erfahre ich, dass mein sogenanntes Loch in Wirklichkeit ein Bombentrichter aus dem zweiten Weltkrieg ist und davor genau an dieser Stelle eine warme Quelle war, welche auch in den strengsten Wintern diesen Teil des Gwässern niemals zufrieren ließ. Und die tödliche Fracht aus der Luft sei genau hier eingeschlagen, habe den unterirdischen Zugang verschlossen und diesen fetten Trichter zurückgelassen. Pfauuu. Ich angle die ganze Zeit im und um den Bombentrichter, wo vermutlich noch metallische Fragmente der Geschichte ihr Dasein fristen und riesige Monsterschweine mit ihren Lippen die Oberflächen polieren. Bilder formen sich in meinem Denkapparat. Jooooo. WK2-Bombentrichter ... bist du deppat!Der 87jährige, äusserst rüstigeVeteran freut sich mit mir wie ein kleines Kind, als ich den nächsten Saugdeppen am Band habe. Jawohl. Genau so muss ich es machen und mir wird zustimmend auf die Schulter geklopft. Hehe. Ja der kannte sich aus, der Gärtner. Als ich dann eine abgeschälte 30er Drachenblutmurmel aufs Haar gezogen und mit verwunderlichen Blicken gerechnet hatte, wurde ich neuerlich überrascht. Viel zu klein sei mein Köder und früher hätten sie mit faustgroßen Kartoffeln auf die Gelben gefischt. Okayyyyyy. Das war mal eine Ansage, hehe. Nichts desto trotz ist mir die dunkelrote Kugel in meiner kleinen Hand eigentlich schon recht gewaltig vorgekommen, was dann durch die restliche Aktionslosigkeit auch durch die Rüssler bestätigt wurde. Aber vielleicht waren sie einfach weg. Verschwunden im Dimensionsloch des Bombentrichters. Zumindest die Phantom-Monster, die über so eine beinharte 30er nur müde lächeln können. Aber wartet nur. Irgendwann wirds wieder ordentlich scheppern. Früher oder später. Das ist das Gesetz der Zeit und ich spiele weiter mein Spiel...
tight lines
Sludge